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"i got a gal naymed daisey, she almost drives mey crazey, i got a gaaal naymed daisey." ich habe auch zwei neue regalleisten in meiner wohnung. auf einer stehen gläser. und ich bekomme zu weihnachten ein schönes messer und endlich eine lupe mit integriertem lämpchen. it's time to go. und die größe vom bücherregal im fertig umgebauten bus hängt dann vom durchschnittsbuch ab. es könnte alles so einfach sein und so gut.

und dann muss ich ständig an die atombombenfieberblasen von p. denken. fex hat mir heute nach der arbeit erzählt, p. würde im falle einer fieberblasenbildung sofort tabletten im wert von 500 schilling einwerfen. die tabletten hat er hysterisch auf seine drei nachtkästchenschubladen verteilt und zusätzlich auf kartönchen geklammert, die er stets in geld- und hosentaschen und anderen taschen bei sich trägt. früher bekam er vor rendevouzs atombombenfieberblasen, heute nur mehr, wenn er zuviel gegessen hat.

man läuft wie eine maschine mit kleinen programmfehlern. die schreckensgespenster aus gesprächen vergangener tagen geistern im kopf herum und verwackeln den blick. man vergisst, spricht ein paar luftige worte, geht schnell was essen mit fex und heim. der blick wird sich heute nicht mehr vom fernseher lösen. es ist einer jener tage, die so lästig sind wie tote fliegen im augwinkel beim rad fahren.
gründe gibt es keine oder viele.

es gibt wenige menschen, in denen man sich selbst teilweise angespiegelt wiedererkennt und erschrickt und sich freut und erschrickt, vor allem, wenn man sich leider nicht so oft sehen kann. man stellt fest, es fallen worte wie "haha, wenn du wüßtest" und zwar in gleichen situationen von zwei verschiedenen menschen, der 'betrüger-komplex', gedanken sind nicht frei, sondern gleich, auch der ton. die welt geht bald unter. und mal wieder 'was ist love?', wo gehen wir hin, wann kommt das licht? und überhaupt hat jeder einen pilz in sich sitzen. man entfernt sich, denkt zuviel, flugzeuge können fliegen. die zukunft lauert. arla lebt. gottseidank.

Img_1211man hat ab und zu den drang zu laufen. also rannte ich gestern, nachdem ich zum dvd-automaten geschlurft war, ein bisschen am inn entlang, aber nicht lange. viele gedanken schossen mir gleichzeitig durch den kopf und am meisten musste ich daran denken, dass die erde sich dreht und ich nicht in einer großstadt bin. dann blieb ich stehen, weil ich viel luft inhalieren wollte und griff in meine manteltasche. in die erste manteltasche meines lebens mit dem ersten einkaufszettel meines lebens auf dem nur zutaten und produkte für einen teig draufstehen. ich zog den zettel heraus und dachte, wenn ich jetzt tot umfalle und mich jemand findet und auf der suche nach meiner identität dann den zettel liest, dann hält der mich wohl für eine backbegeisterte tote. und ich fand es schade, dass ich nicht noch ein angerissenes backpulverpäckchen mit teigresten drauf oder gleich eine ganze schüssel voll teig und ein backrohr in der tasche hatte. dann schnatterten enten und ich ging weiter.
details sagen oft fast gar nichts aus.

"und ich hatte das schon erfunden, als ich noch die größe hatte, mich selber in einen polster zu knöpfen." und wie auch immer, es gibt augenblicke, da würde man sich selbst gerne in den menschen verwandeln, den ein anderer gerade braucht, der man selber aber nicht sein kann und das geht dann leider nicht und das ist traurig und es wird eng. man sollte sich selber aus der haut knöpfen können. und dann lungert noch ein blauäugiges killer-russen-mafia- häschen in meinem herzchen herum, es würde aber, laut fexinas mutter, einen winter am balkon leider nicht überstehen. sein starrer, stahltoter blick würde mir dann ins herz stechen. und das weiße, weiße fell gefrieren.

"oft tu ich total viel gar nichts, damit nicht auffällt, wie schnell ich eigentlich bin." es regnet. ich will nicht aufstehen. ich will nicht arbeiten. ich möchte lieber weiter selbsterfundene texte zu fremden liedern singen.

es ist komisch an jemanden zu denken, den man selber erfunden hat. komisch war auch, als heut beim essen im "solo per te" das kleine, dicke, dunkle kind am nebentisch laut und schadenfroh gelacht hat, als der kellnerin das wechselgeld auf den boden knallte und die mutter es dann geradezu wohlwollend anlächelte und noch komischer waren die männlichen laute tief aus seiner gurgel, die er über den tisch rollte, als er einen schluck von seinem eistee getrunken hatte.

hinter meiner matratze steht das bücherregal, das schon vor um die 30 jahren in mutterns 1. eigener wohnung ein paar straßen weiter gestanden hatte. und seit tagen wach ich regelmäßig mit dem kopf im regal auf und frage mich, warum ruzzi mich nachts da nicht rauszerren kann, so wie ich das zumindest versuche, wenn er drinnen festklemmt und ich das mitbekomme. als ich heute im regal aufwachte, fiel mir steifnackig wieder ein, wie ich gestern abend im m-preis zu den kastanien sagte "naja, mitnehmen kostet ja nix." und sagte es zu ruzzi. der tag hat jetzt begonnen.

 

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