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haltdochnochherllichjungsein

dann saßen wir gestern abend in der wohnung von megas mama a., wo wir früher so oft saßen. wir spielten alle am handy herum, jeder hat ein neues. ich fühlte mich wieder so wie vor bald zehn jahren: unbeschwert und jugendlich, auch probleme machten noch spaß. die blecherne handystimme sagte "ruzzi hör auf rozzen" und "wo ist määääääääääx", unten harkte frau p. in ihrem gartenfleckchen herum, f. auch - mit glatze -, mäx rief irgendwann wirklich an. nur kimba sagte nichts. es gab da auch den anblick dieses "love-lisi"-fotos, dann das foto auf dem man eigentlich nur meine knallweißen oberschenkel, ein bisschen short und noch weniger kopf sieht, das nun aufleuchtet, wenn ich megas handy anläute. ich musste darüber nachdenken, wie ruzzi neuerdings zu mir "elisabeth" sagt und das so klingt, als wäre ich ein beiges tier mit langem hals und freundlichem blick, er meint es auch so, eigentlich [ägentlich]. ruzzi dankte für anrufe, die er eigentlich selber tätigte, und wartete auf ein "dann bleib halt daheim" und ich frage mich, warum man nicht öfters einfach die zwangsläufigen verpflichtungen und sorgen wegschalten und einfach herrlich jung sein kann, solange man das noch ist.

die sonne scheint und scheint. und wie p. meinte, da lebt man wieder auf. man lebt auf und will wohnungen beziehen, die man sich nicht leisten kann oder entwickelt das konto betreffende pläne mit fexi, die sich schon noch rentieren werden und die man sich auf alle fälle leisten kann. ich lese bücher, wie ich mein leben ordnen kann, und weiß: alles wird gut.

die jahre machen aber auch jünger, das dachte ich mir gestern nachmittag, als mega und ich den bauarbeitern vom nachbarhaus im innenhof zusammenhangslos "zurück in die schweiz" und "ich mache eine szene" zuschrieen; dabei lag ich am boden unter der stufe vor der balkontür und mega schwang kampfeslustig den rechten arm richtung auf- und abebbenden baulärm. dann schmissen wir frisch- und jungfratzig m&m's* hinüber: getroffen habe ich nie.

[im hintergrund lief "reich und schön".]

frischblütig, ungefähr in meinem alter, 23 also, war das blonde mädchen am sonntag. ich glaube ihre haut hatte gerade die richtige dicke, um allzu lästige feinheiten gar nicht erst durchzulassen und alles andere fröhlich lächelnd erledigen zu können. ein mädchen mit angriff auf das leben, ordentlich hausverstand und manieren, ohne dabei aber irgendwelche ähnlichkeiten mit einem pferd zu haben. und irgendwie passte der schmale goldene ring am eheringfinger gut zu ihr. nur, als ich später meine handtasche aus meinem rucksack zog, weil ich ohne meine handtasche nur ungern außer haus gehe und wenn ich schon mal einen rucksack brauche, was ich gar nicht mag, ich meine handtasche in den rucksack stecke, zog ihr stetes lächeln ein bisschen nach unten und ihre eine augenbraue ein bisschen irritiert nach oben.

[eigentlich hätte ich ihr den ring gerne gestohlen und damit ihr leben über meinen eheringfinger geschoben, nur mal kurz zum antesten, wie sich das anfühlen würde, ihr leben].

als wir vorhin gemeinschaftlich ins zimmereigene lagerfeuer starrten, im hintergrund lief "in the backseat", war das seit langem mal wieder ein moment zum schnell und glitzrig einfrieren. kurz darauf dachte ich daran, wie ich gestern sagte, ich könnte 'big fish' nicht vor o.c. beginnen und nachher fertig schauen, weil das meine o.c.-stimmung zerstören würde. wahrscheinlich braucht man auch deshalb ab und zu momente, die man irgendwann wieder auftauen will, damit man nicht von fernsehserien- stimmungen abhängig wird. *
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* oft ist es auch gut, sich auszeitlich ins auto zu setzen und den hintern am rück- oder besser beifahrersitz wundzulungern. man kann danach mit frisch gereinigter seele aussteigen und besser weiterleben. vor allem dann, wenn mal keine momente zum mit glitzer um sich werfen in reichweite sind.

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20 h im auto, 21 h im zelt, 5 h in venedig, 4,5 h auf umwegen durch oberitalien, 4 h auf shoppingtournee, 3 h stunden am meer, ein paar stunden am lago di santa croce. die restliche zeit versnasht, vertrunken, verlacht und über bandnamen beratschlagt.

img_0326img_0337img_0329 vom megaschädl zum hyperhead. vom ruzzi zum rotzfetzn. vom zwergengaggi zur neoprena.

vorhin beim abwaschen der schimmligen fleischpfannen mit halbverwesten inhalt und den ekelhaft riechenden tellern kurzzeitig verstehen, warum vegetarier kein fleisch über ihre speiseröhren rollen lassen wollen, doch dann beim gedanken an die letzten 4 tage und an die die letzten herrlichen fleischgerichte, die man in ermangelung sauberen geschirrs, kochtöpfe und -gelegenheit außerhalb der heimatlichen küche eingenommen hat, den gedanken an verständnis gegenüber vegetarischer essgewohnheit sofort vergessen und ein: jea, fleisch, jea. durchs hirn schießen. dann weiter "abgefadet"* nahrungsbehältnisse reinigen und an die leberkäse-semmeln, die k.s freund und dessen freund heute nach erledigter wohnungsräumung in den magen geschoben hatten, denken und beschließen, dass die liebe zu fleisch eigentlich doch grenzen haben sollte. und dann daran denken, dass man heute wohl zum 1. und letzten mal in k.s leerer wohnung gesessen und besuchspläne geschmiedet hatte unds nächste mal ins kriminelle bregenz reisen muss, um in einer wohnung von k. sitzen zu können. nach der verabschiedung schnell zu den weißen buchwochen laufen, traurige gedanken verscheuchen und ordentliche anteile des weihnachts-buchgutschein übern ladentisch wandern lassen. heim. und jetzt die runzligen abwasch-finger grausig finden und an die alterserscheinungen vom nichtmädchen, über die sie sich heut frühmorgens beim kaffeeautomaten-kaffee noch jugendlich echauffiert hatte, denken und kurz froh sein, dass man sich darüber, wenn überhaupt, erst in 3 jahren gedanken machen wird und sich jetzt noch lustigeren dingen, wie zum beispiel den verreisungsplänen für die nächsten tage oder dem singstar-abend morgen beim megaschädl, widmen kann. und man sollte es eigentlich dem fex gleichtun, der sich neuerdings für schnapsbrennen und der beschaffung der dazu benötigten zünftigen schnapsbrenner-jause interessiert.

*abgefadet: heute zum 1. mal in einem gespräch über blöde maturabälle verwendet.

gestern vormittag am weg zu vater, mutter, schwester, die neuen mp3-player-stöpsel im ohr und die vergangenheit im herzen, sich fragen, was grad momentan wirklich passiert und endlich herr lehmann lesen und von der musikwelt in die bücherwelt wechseln und sich bei der stelle, wo herr lehmann detlev in den finger beißt genau daran erinnern, was man im kino an der stelle gedacht hat und wieder in der vergangenheit hängen und an vorletzte woche denken, als man in ermangelung einer funktionierenden toilettenspülung zum öh-klo im 2. stock im übernächsten haus nebenan ging und plötzlich genau den gleichen gedanken im kopf hatte, den man vor 4 jahren, als man mit megaschädl noch tagtäglich zur öh rannte, weil man zu blöd war, um die öh-wohnungsseite im internet anzuschaun, und dort an dem tag, an dem man die wohnung fand, in der man bis vor 8 monaten gewohnt hatte, am öh-klo saß und genau den gleichen gedanken mit demselben wortlaut wie damals 2 monate zuvor hatte, also den gleichen gedanken wie vorletzte woche. dann wieder ohrstöpsel rein, buch aufschlagen und gleichzeitig im kino, im buch, und dank dem einen lied grad im sommer 98 leben und sich fragen, was nun gerade wirklich wirklichkeit ist, wahrscheinlich am allerwenigsten das, das man gerade nach hause fährt. und dann daheim das internet anwerfen und am desktop noch das alte, alte icq-icon finden und daneben ein überbleibsel, das sich irgendwie am desktop festgeklebt hat, ohne dass man es wieder wegkriegen könnte, auf dem unser männlicher icq-deckname für döner-gespräche dranhängt. und dann daran denken, was die anderen gerade wohl machen. und irgendwie froh sein, dass man mal wieder daheim ist und dort übernachtet, und sich wie in einem anderen leben fühlt, das zwar irgendwie weh tut, aber trotzdem schön ist, auch wenn mans nur kurz so aushalten kann.

und noch schnell die wörter des jahres überdenken:
furie, fuchtel, baby. und noch was tolles (erst heute durchs mami dazugekommen): schindluder betreiben.
und was man abschaffen sollte: spannend, single (außer in der kombi mit kurti und frisch).

sich neben dem eigenen wendig kichernden mütterchen im teenyhaft riesenkapuzigen outfit alt und starr fühlen und schließlich dann nach 3 stunden taschen gegen fremde beine werfen und weihnachtsschwitzige körper anrempeln nun ca. 6 elftel der punkte auf der liste der zu beschenkenden abhaken können. (die drei vollen müllsäcke neben dem bett und den vollen dreckskübel, für den ich allmählich schon freundschaftliche gefühle hege - immerhin die einzige konstante am balkon, die sich nicht so einfach vom wind, wie zb das neonröhrenregal oder meine armen pflänzchen, aus der bahn werfen lässt - hängen allerdings noch immer auf demselben platz fest.)
beschließen, der sandlerin ein warmes freßpaket zu schenken anstatt sie mit einer einladung zum weihnachtsabend zu überrumpeln.
mit fex im sahib sitzen, dann zur kurzen welches-lokal-ist-für-den-morgigen-fexigen-zweck-wohl-am-besten-geeignet-schau.
und schließlich noch ein anruf und schnell pläne schmieden, ums frische neue inländische jahr so schnell wie möglich hinter sich zu lassen und vom 5./6. - 9. jänner 2005 polen mit einem schönen, alten bus, 8 guten insassen, wenig geld und viel lärm zu bereisen. und wenns ganz toll wird, dann kann ich noch vorm neuen jahr zum 1. mal meine verfetteten weihnachtsstampfer über den boden von venedig schweben lassen.

1 heiße Milch mit Schuß.
1 Fex. (2 Marillensäfte)
1 heiße Mieze.
--------------
1 Gespräch zweier Halbirrer
über die Menschen, Unhirnige und
die Zukunft, eventuell kriminell.

 

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